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Wenn du noch da wärst…

Hätte ich ins Wohnzimmer geschaut, ob du schon schläfst, wäre an dein Bett getreten um deine Hand zu halten…

Wenn du noch da wärst, wäre ich glücklicher ❤

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Vier Monate ohne Dich…

Wenn ich mir die vielen Fotos anschaue, die ich während deiner Krankheit geschossen habe, dann lache ich, weil sie mich an viele wundervolle Momente erinnern, an Situationen, die lustig waren und wenn man darüber nachdenkt auch traurig, weil sie nur aufgrund deiner Krankheit entstanden sind… aber dennoch waren es Augenblicke, die mich schmunzeln lassen.

Es gibt viele Bilder, die mich traurig machen, weil sie das ganze Ausmaß deiner Krankheit zeigen, sie zeigen auch immer die wirklich schlimmen Tage, wenn ich ein Bild von April 2017 mit dem letzten Bild von dir von vier Monaten vergleiche, dann hätte auch dieses bereits das letzte sein können, so viel Leben war da aus dir gewischen.

Es gibt Bilder da sehe ich in dir einen gesunden Mann, meinen Vater, davon gibt es wenige aber es gibt sie….

Und erst heute sehe ich, wie schlecht du ausgesehen hast in den letzten Monaten, wie breit dein Gesicht geworden war, wie viel Krankheit dort in dir steckte – offensichtlich – aber für mich einfach nicht ersichtlich.

Mir tut es leid, was du alles ertragen musstest, unendlich leid, ich wünschte ich hätte es dir noch erträglicher gestalten können

Ich wünschte du wärst hier, heute ist das Haus wieder viel zu groß ohne dich, und jedes Zimmer erinnert mich an dich…

Erst Montag war ich dich wieder besuchen

Ich hab dir „Liebe“ aufs Grab geschrieben – aus kleinen Stöckchen ❤

Papa, du fehlst mir einfach so unglaublich viel – aber das weißt du sicherlich.

Du bist so ein großer Kämpfer gewesen, ich bin so stolz auf dich und dir so dankbar, dass du noch auf Jonathan gewartet hast…

Wir erzählen ihm bereits jetzt immer ganz viel von dir. ❤ du wärst der beste Opa geworden…

Schade dass dein Leben als Opa nur acht Tage hielt… ich wünschte du wärst immer noch hier… dann wäre das Haus nicht so leer.

Wenn du da wärst…

Gerade denke ich wieder, was wäre wenn du immer noch da wärst, mir ist danach die Treppe runter zu gehen und mich kurz zu dir zu setzen ins Wohnzimmer, wo du wahrscheinlich gerade sitzen würdest, dir ebenfalls das erste WM Spiel angesehen hättest, vielleicht könnte ich dir ein paar Gummibärchen klauen, die auf deinem Tisch lägen. Ich würde dich irgendwas fragen, du würdest irgendwas antworten, wenig Worte verlieren, vielleicht würde ich einfach etwas gemeinsam mit dir schauen, wahrscheinlich wäre es alles anders, weil jetzt ja Jonathan da ist. Wahrscheinlich würdest du ihn auf dem Arm hsben und genauso wie ich einfach genießen das er da ist…

Wie es wohl wäre, so du als Opa und ich in Elternzeit jeden tag zu hause mit dir und dem kleinen…

Ob das so harmonisch wäre 😂 wahrscheinlich würden wir viel diskutieren, über den Garten , über dieses und jenes. Wir würden vielleicht häufiger zusammen Mittagessen, du würdest mich an und zu fragen, ob ich auch ein Eis will, beim Einkaufen würdest du mir wieder sagen, dass du nicht mehr mit mir kaufen fährst, weil du dann immer so viel Einkaufst…

Wenn du jetzt noch da wärst, würde dich Jonathan bestimmt verzaubern, dich sehr oft zum Lachen bringen, du wärst bestimmt stolz

Wenn du jetzt da wärst, würde ich dich ganz fest umarmen, und du würdest mir kurz den Rücken klopfen…

Wenn du jetzt da wärst, würde ich dich nicht so vermissen…

Wenn du jetzt da wärst, würde ich dicj kurz besuchen, unten bei dir!

Und plötzlich wein ich…

Gestern ca 21.00 Uhr, Jonathan sitzt in seiner elektrischen Wippe, schaukelt vor sich hin – der kleine Schatz hat es gerade nicht so mit schlafen gehen – ich bereite das Abendessen zu, hantiere in der Küche.

Thilo legt den WM Tippzettel auf die Arbeitsplatte

Und plötzlich wein ich…

Er erinnerte mich an dich,

daran , dass ich dir diese Zettel immer kopieren musste,

daran dass du meine Tipps immer bezahlt hast

daran dass du diese WM fehlst, und die nächste

kein Bierchen mit dir

Wie bescheuert ein blöder Tipp Zettel und doch tut es weh

Du fehlst mir !!! Unsagbar viel! !!

Fuck Glioblastom! !!

Zehn Wochen ohne dich…

Zehn Wochen ohne dich… schon…

So oft denke ich an dich, stelle mir vor wie schön es wäre wenn du den kleinen Sonnenschein wachsen sähst, wie wir morgens gemeinsam frühstücken, wie wir es die letzte Monate gemeinsam taten…

In allem was ich mache, sehe ich dich, ich seh dich im Garten wie du letztes Jahr noch auf der Terasse sahst und uns zugeguckt hast wie wir den Garten verschönert haben, etwas über dass du dich sehr gefreut hättest , wenn wir es bereits getan hätten als du noch gesund warst…

Ich sehe dich wäsche abhängen, die noch komplett nass war, Oberkörper frei, es war mir egal, ich war so froh dass du wieder selbstständig gehen konntest, nachdem wir im April bereits dachten , dass du es nicht mehr schaffst…

Ich seh dich beim spazieren gehen, wie wir letztes Jahr zu Beginn noch mit Nordic Walking Stöcken und später wieder im Rolli unterwegs waren…

Ich rede mit dir, wo immer ich auch bin im Haus und wenn ich abends zufällig nochmal in deine Wohnung muß, dann sage ich Gute Nacht Papa… Wie ich es monatelang gemacht habe…

Dein Wohnzimmer riecht immer noch nach Tod,nach zehn Wochen haben wir begonnen, das Wohnzimmer leer zu räumen. Dein Wohnzimmerschrank sollte in den Keller, nicht das wir nicht genug Schränke hätten, ich wollte mich nicht trennen. Leider passte es hohenmässig nicht, jetzt liegt er zerkleinert draußen… ich hab mich 100 mal entschuldigt bei dir, dir gesagt, dass ich das nicht wollte…. mich trennen fällt mir schwer.. Denn damit geht immer mehr von dir…

Zehn Wochen ohne dich…

Du fehlst mir soooo sehr!!!!

Trauerarbeit oder „Wo bin ich hin“?

Wo bin ich eigentlich hin? Hat mich jemand gesehen? Ich vermisse mich manchmal so sehr, mich mit all meinen Hobbys, meinen Freunden, den sozialen Kontakten, mit all den Terminen und Verabredungen, mit all der Leichtigkeit und den Träumen. Mit dem Mut, und dem Willen, mit der positiven Einstellung?

Manchmal vermisse ich mich selbst, such ich nach mir, will ich zurück zu mir…

Ich finde mich nicht, mich gibt es so nicht mehr,

Seit du fort bist, weiß ich erst wie sehr ich mir auch selbst fehle

Und wie sehr ich dich liebe…

Irgendwann werd ich mich wieder finden – nur eben anders, weil das alles uns geprägt hat – aber es war all das wert!!!!

Glaub mir! !!

Am Ende find ich dich in mir…

Besuch bei Buddy… oder eher ein Versuch

Traumhaftes Wetter, dachte ich am Freitagmorgen: guter Tag für einen Besuch bei Papa…

Klein Buddy und ich waren erstmal – endlich – den Urnenschmuck bezahlen und dann aufs ins Feld. Papas Grabstätte liegt ein Dorf weiter im Wald…

Und auf dem Hinweg dachte ich noch wie schön wir doch wohnen und wie toll das Wetter ist…Wie traumhaft wir wohnen, wie schön auch einfach die Strecke zum spazieren ist, um Papa zu besuchen. Genau deshalb habe ich mich ja auch für den Friedwald entschieden.

Kurz vorm Ziel, hatte klein Buddy aber irgendwie keine Lust mehr…machte dies lautstark klar. Halb so wild. . Allerdings nahm es kein Ende.. und mit so Mini-Baby auf offenem Feld, strahlender Sonne und leichter Brise… Keine besonders guten Bedingungen, denn zu viel Sonne soll nicht an ihn dran und zu windig ist nun auch nicht gut. Kinderwagen und Baby auf dem Arm – wohl gemerkt schreiend- den Berg hoch – semi optimal. Letztendlich habe ich dann doch noch eine von den wenigen Bänken im Wald gefunden, stillen in der Natur – das hatte ich mir auch anders ausgemalt – Baby Buddy wollte sich aber nicht beruhigen – nach einer halben Stunde ist er dann doch im Kinderwagen eingeschlafen, aber der Besuch bei Papa war dann erstmal abgesagt.

Ich bin umgedreht, direkter Weg heim, habe auf dem Rückweg nach Hause ein paar Tränchen verdrückt, weil ich es nicht zu Papa geschafft habe, hab mich entschuldigt und mir auch immer wieder gesagt, dass es doch nicht so wichtig ist, denn mein Papa hätte es verstanden und außerdem denke ich ja auch so , so oft an ihn…

Aber wie so oft habe ich einfach nicht die Zeit zum Trauern gefunden, die ich gerne gehabt hätte.

Es wird noch viele Besuche an Papas Baum geben, am Sonntag zum Beispiel

Aber dieser wäre mir gerade wichtig gewesen…

Mein Herz wollte so gern…

Der Eine kommt, der andere geht…

Manchmal fehlt sie mir, die Zeit zu trauern. Für nichts auf der Welt würde ich meinen Sohn wieder hergeben, ABER manchmal fehlt sie mir, die Zeit zum trauern. Meist erwischt sie einen doch eiskalt, und auch immer und überall, – die Erinnerung und somit auch die Chance zu trauern, zu verarbeiten. Sechs Wochen fehlst du mir jetzt schon so sehr… und manchmal hab ich einfach zu wenig Zeit dir zu gedenken, mich zu sammeln und zu besinnen, weil das größte Glück in meinem Leben Aufmerksamkeit fordert- so ist das eben jetzt.

Der Eine kommt, der Andere geht… ich weiß nicht wem es so ergangen ist schon einmal, und wem dieser Spruch dann auch wirklich geholfen hat. Soll er trösten? Soll ich mich jetzt nur auf das neue besinnen?

Mit dem Tod und der Geburt des Kleinen geht es eigentlich nur noch um den „Kleinen“, die letzten Monate sind wohl ausgeloschen oder nun vorbei und vorüber und ich muss jetzt wieder leben… so fühlt es sich manchmal an.

Dabei arbeitet doch erst jetzt vieles erst nach, all die Dinge, die wir geschafft haben, all das was wir „geleistet“ haben, all die Dinge, die ich verpasst habe, all das was man nur vom Seitenrand miterlebt hat. Wer so lange an der Seite stand, für den ist der Wiedereinwechsel eine Herausforderung. Ich muss mich erst wieder ins Spiel finden…

Und vor allem brauche ich Zeit, wieder mich zu finden, brauche ich Zeit zum Trauern, und Raum…

Der eine kommt, der andere geht…

So leicht gesagt…

vielleicht wird es leichter damit, vielleicht irgendwann… gerade ist es eine leere Floskel für mich, so leicht gesagt und nicht gelebt.

 

Bilder von Dir…

überdauern bis in die Ewigkeit…

Fünf Wochen ohne dich, jeden Tag denk ich an dich, jeden Tag schau ich auf dein Bild, schau wie glücklich du aussahst, hab ich Bilder von dir im Kopf, wie ich mit dir zusammen bin, jeden Tag rede ich mit dir,

Wünsche ich du wärst da, wünsche ich, ich könnte dich noch einmal umarmen, dich drücken, dir sagen wie sehr ich dich liebe, ein letztes Foto mit dir machen…

Jeder Raum erinnert an dich, zeigt Bilder von dir,hat Leben von dir…

Fünf Wochen ohne dich, das Wohnzimmer in dem du gestorben bist, riecht immer noch nach Tod, nicht nach dir…

Überall…

Und dann geh ich runter in den Garten, nur kurz die Wäsche aufhängen, mein Blick bleibt hängen an deinem Bild aus gesunden Tagen, als du noch du warst, als ich einfach noch ich war und wir einfach wir , glücklich und ohne zu wissen , wie gut wir es doch hatten…

Ich wollte nur kurz Wäsche aufhängen…

Jetzt laufen Tränen über meine Wangen, weil du mir so sehr fehlst…

Und ich dich vermisse

Mich frage wie es wäre wenn du jetzt hier wärst, als Opa…

Ich wollte nur kurz…

Du fehlst

Überall! !!!!