Glioblastom

Das Glioblastom (Glioblastoma multiforme) ist ein bösartiger Hirntumor. Er entwickelt sich meistens innerhalb kurzer Zeit bei Menschen im mittleren Lebensalter. Risikofaktoren sind weitestgehend unbekannt. Trotz intensiver Behandlung aus Operation, Strahlen- und Chemotherapie beträgt die durchschnittliche Glioblastom-Lebenserwartung nur etwas mehr als ein Jahr. Hier lesen Sie alles Wichtige über das Glioblastom.

Glioblastom: Beschreibung

Das Glioblastom gehört als Hirntumor den Gliomen an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ordnet das Glioblastom Grad 4 der Hirntumore zu. Dabei handelt es sich um den höchsten Schweregrad, den ein Hirntumor erreichen kann.

Meistens bildet sich der Tumor in einer Großhirnhälfte und wächst schnell über den Balken in die andere Gehirnhemisphäre ein. Seine Form ähnelt dann einem Schmetterling, weshalb er manchmal auch anschaulich als „Schmetterlingsgliom“ bezeichnet wird.

Untersucht man das Tumorgewebe unter dem Mikroskop, kann man kleine Hohlräume (Zysten), abgestorbenes Gewebe (Nekrosen) und Einblutungen erkennen. Dieses bunte und oft auch variable Erscheinungsbild hat dem Tumor den Namen Glioblastoma multiforme oder auch buntes Gliom verliehen.

Glioblastom: Krankheitsverlauf und Prognose

Selbst unter maximaler Therapie kann in der Regel keine Glioblastom-Heilung erreicht werden. Patienten, die sich einer Operation, Strahlen- und Chemotherapie unterzogen haben, haben eine mittlere Überlebenszeit von ungefähr 15 Monaten. Knapp zehn Prozent der Patienten überleben fünf Jahre. Ohne Therapie liegt die mittlere Überlebenszeit bei circa zwei Monate. Bei alleiniger Operation beträgt sie etwa fünf Monate, bei Operation plus Strahlentherapie etwa 12 Monate.

Lebenserwartung und –qualität unterliegen dabei auch individuellen Faktoren. Die Tumorzellen haben nicht bei jedem Betroffenen dieselben Eigenschaften. Einige lassen sich besser behandeln als andere. Schrumpft der Tumor unter einer Therapie schnell zusammen, ist die Glioblastom-Prognose meistens besser als in anderen Fällen.

Außerdem werden Chemotherapeutika und Strahlentherapie von den Patienten unterschiedlich gut vertragen. Sind die Nebenwirkungen zu stark, schadet eine Glioblastom-Therapie den Betroffenen mehr, als sie ihnen nützt. Dann sollte individuell abgewogen werden, ob die Behandlung weniger intensiv weitergeführt wird. Dadurch beeinflussen Betroffene bis zu einem gewissen Grad selbst den Glioblastom-Verlauf: Sie akzeptieren eine kürzere Lebenszeit, wenn sich dadurch ihre Lebensqualität mit dem Glioblastom verbessert.

Quelle: Glioblastom: Was ist das?

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